Webdesign

Website mit KI in 1 Stunde erstellen, braucht es noch eine Webagentur?

Janick Wartmann

Gründer von Kingofon

Einleitung

Eine komplette Website in einer Stunde erstellen? Was vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar war, wird durch künstliche Intelligenz zunehmend Realität. Tools wie Claude können heute Code schreiben, Seitenstrukturen entwickeln, Texte formulieren und innerhalb kürzester Zeit aus einer Idee einen funktionierenden Webauftritt erstellen. Selbst komplexere Animationen und 3D-Erlebnisse werden durch KI-gestützte Entwicklung zunehmend einfacher und schneller umsetzbar. Damit stellt sich für Unternehmen eine berechtigte Frage:

Wenn KI eine Website in einer Stunde erstellen kann, warum braucht es überhaupt noch Webdesigner oder Webagenturen?

Die Antwort ist komplexer, als es zunächst scheint. Denn zwischen „eine Website generieren“ und „einen professionellen, sicheren und langfristig funktionierenden Webauftritt entwickeln“ besteht weiterhin ein entscheidender Unterschied.

Eine Website mit KI in einer Stunde

Die technische Einstiegshürde für Webentwicklung ist in den vergangenen Jahren massiv gesunken. Heute kann jemand einer KI beschreiben, wie eine Website aussehen soll:

Welche Farben sollen verwendet werden? Welche Seiten werden benötigt? Welche Leistungen bietet das Unternehmen an? Welche Animationen sollen vorhanden sein?

Die KI kann daraus Strukturen, Texte und Code entwickeln. Bei einer einfachen Landingpage oder einem Prototyp kann dadurch bereits innerhalb sehr kurzer Zeit ein erstaunliches Ergebnis entstehen. Das ist eine enorme Entwicklung. Für eine Geschäftsidee, einen MVP, eine temporäre Landingpage oder ein persönliches Projekt kann diese Geschwindigkeit einen grossen Vorteil darstellen. Doch nach dieser ersten Stunde stellt sich die eigentlich wichtigere Frage:

Was passiert danach?

Erstellt bedeutet nicht automatisch fertig

Eine Website kann technisch funktionieren und trotzdem noch weit davon entfernt sein, als professioneller Unternehmensauftritt fertig zu sein. Nach der ersten Erstellung müssen unter anderem unterschiedliche Bildschirmgrössen berücksichtigt, Formulare getestet, Animationen optimiert, Inhalte überprüft und technische Fehler gefunden werden. Auch die Nutzerführung spielt eine entscheidende Rolle. Versteht ein Besucher innerhalb weniger Sekunden, was das Unternehmen anbietet? Findet er die wichtigsten Informationen? Funktionieren Call-to-Actions? Passt das Design tatsächlich zur Marke?Und funktioniert die Website genauso gut auf einem iPhone wie auf einem grossen Desktop-Monitor? Genau hier liegt einer der Unterschiede zwischen einer schnell generierten Website und einem professionell entwickelten Webauftritt.

KI kann heute sogar bei 3D-Websites helfen

Besonders interessant wird die Entwicklung bei hochwertigen interaktiven Websites. 3D-Animationen, WebGL, Three.js, individuelle Shader, Partikeleffekte, Scroll-Animationen und filmische Übergänge waren lange mit erheblichem Entwicklungsaufwand verbunden. Solche digitalen Erlebnisse konnten deshalb entsprechend hohe Projektbudgets erreichen. Heute kann künstliche Intelligenz viele Arbeitsschritte beschleunigen. KI kann Entwickler beim Schreiben und Debuggen von Three.js- oder WebGL-Code unterstützen, Animationen entwickeln, Shader-Code generieren und bei der Erstellung von Prototypen helfen. Dadurch können bestimmte Aufgaben wesentlich schneller umgesetzt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine KI mit einem einzigen Prompt automatisch eine hochwertige Agenturproduktion ersetzt.

Warum eine 3D-Website trotzdem nicht nur aus Code besteht

Bei einem hochwertigen 3D-Webauftritt ist die technische Entwicklung nur ein Bestandteil. Es geht ebenso um Creative Direction, Storytelling, 3D-Design, Animation, Nutzerführung, Sound, Performance und die Frage, wie sich die gesamte Website anfühlen soll. Ein 3D-Effekt ist nicht automatisch gutes Webdesign. Wenn Animationen keinen Zweck erfüllen, die Website langsam wird oder Besucher nicht mehr verstehen, wo sie klicken sollen, kann die Technologie sogar gegen das eigentliche Ziel arbeiten. Die interessante Veränderung durch KI liegt deshalb vor allem in der Effizienz Technologien und Produktionsmethoden, die früher hauptsächlich für Projekte mit sehr grossen Budgets wirtschaftlich sinnvoll waren, werden zunehmend auch für kleinere Unternehmen zugänglich. Das eröffnet Webdesign völlig neue Möglichkeiten.

Der Unterschied beginnt vor dem ersten Pixel

Eine professionelle Website beginnt nicht mit einem Prompt.

Sie beginnt mit Fragen.

Wer soll die Website besuchen?

Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

Was unterscheidet das Unternehmen von seinen Mitbewerbern?

Welche Leistung soll besonders hervorgehoben werden?

Welche Informationen schaffen Vertrauen?

Welche Handlung soll ein Besucher durchführen?

Und wie soll sich die Marke anfühlen?

KI kann bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen.

Doch jemand muss entscheiden, welche Antworten tatsächlich zur Marke und zum Unternehmen passen.

Genau deshalb verschiebt sich durch KI möglicherweise auch der Wert professioneller Webdesigner.

KI erstellt Seiten, Webdesign entwickelt eine Marke

KI kann innerhalb kürzester Zeit eine moderne Hero Section generieren. Eine grosse Headline, ein Gradient, einige Cards, Animationen und einen Call-to-Action zu erstellen, ist technisch keine besonders grosse Hürde mehr. Doch wenn Tausende Unternehmen dieselben Möglichkeiten haben, entsteht ein neues Problem:

Viele Websites können technisch gut aussehen und sich trotzdem austauschbar anfühlen.

Professionelles Webdesign beschäftigt sich deshalb nicht nur damit, ob eine Website schön aussieht. Typografie, Farben, Bilder, Animationen, Sprache, Nutzerführung und Interaktionen sollten gemeinsam die Identität eines Unternehmens transportieren. Eine Website ist nicht einfach eine Ansammlung moderner Komponenten. Sie ist ein Teil der Marke.

Was ist mit einem CMS?

Eine weitere Frage wird bei schnell generierten Websites häufig erst später relevant:

Wie werden die Inhalte eigentlich gepflegt?

Unternehmen möchten nach dem Launch möglicherweise neue Projekte veröffentlichen, Blogartikel schreiben, Teammitglieder ergänzen, Bilder austauschen oder Dienstleistungen aktualisieren.

Dafür wird häufig ein Content Management System – kurz CMS – eingesetzt. Ein gutes CMS ermöglicht es, Inhalte strukturiert zu verwalten, ohne jedes Mal direkt den Code der Website verändern zu müssen. Auch eine individuell mit KI entwickelte Website kann selbstverständlich ein CMS besitzen. Dieses muss jedoch technisch eingeplant, eingerichtet oder mit der Website verbunden werden.

Deshalb sollte man bei einer KI-Website nicht nur fragen:

„Wie schnell kann ich sie erstellen?“

Sondern auch:

„Wie einfach kann mein Unternehmen sie in einem Jahr noch aktualisieren und erweitern?“

Warum Website-Support weiterhin wichtig bleibt

Der Launch einer Website ist nicht das Ende. Unternehmen verändern sich. Neue Dienstleistungen kommen hinzu. Mitarbeiter wechseln. Neue Projekte entstehen. Texte werden aktualisiert. Neue Landingpages werden benötigt. Gleichzeitig verändert sich auch die Technik. Browser werden aktualisiert, externe Dienste ändern ihre Schnittstellen, Integrationen entwickeln sich weiter und neue Anforderungen können entstehen. Website-Support bedeutet deshalb nicht nur, eine kaputte Website zu reparieren. Support bedeutet, dass ein Unternehmen auch nach dem Launch einen Ansprechpartner hat, der den Webauftritt betreuen, anpassen und weiterentwickeln kann. Eine Website sollte nicht nur am Tag der Veröffentlichung funktionieren. Sie sollte sich gemeinsam mit dem Unternehmen weiterentwickeln können.

Wie sicher sind KI-erstellte Websites?

Mit KI-generierten Websites entsteht gleichzeitig eine wichtige Diskussion über Sicherheit. Eine KI kann innerhalb weniger Minuten grosse Mengen an Code erzeugen. Doch schnell generierter Code ist nicht automatisch sicherer Code. KI-generierter Code kann Fehler enthalten. Abhängigkeiten können falsch eingesetzt werden, Schnittstellen können unsicher konfiguriert sein oder sensible Informationen können durch eine schlechte technische Umsetzung unnötig exponiert werden. Dadurch können potenzielle Angriffspunkte entstehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine KI-erstellte Website grundsätzlich unsicher oder leichter zu hacken ist. Auch von Menschen geschriebener Code kann Sicherheitslücken enthalten. Der entscheidende Faktor ist die Qualität der technischen Umsetzung und Prüfung.

KI-generierten Code nicht einfach blind veröffentlichen

Besonders kritisch wird die technische Prüfung, wenn eine Website mit sensiblen Systemen arbeitet. Dazu können beispielsweise Login-Bereiche, Datenbanken, APIs, Kundendaten, Kontaktformulare oder Zahlungsfunktionen gehören. In solchen Fällen sollte generierter Code nicht einfach ungeprüft veröffentlicht werden. Entwickler müssen verstehen, was der Code macht, welche Daten verarbeitet werden und wo potenzielle Schwachstellen liegen könnten. KI kann dabei wiederum unterstützen. Die Verantwortung für eine sichere produktive Umsetzung übernimmt sie jedoch nicht automatisch. Deshalb werden Testing, Sicherheitsprüfungen, Updates und technischer Support auch in einer KI-geprägten Webwelt relevant bleiben.

Mobile ist nicht einfach Desktop in klein

Eine weitere Herausforderung zeigt sich häufig erst auf dem Smartphone. Eine Website kann auf einem grossen Bildschirm beeindruckend aussehen und auf einem kleinen Display trotzdem schlecht funktionieren. Texte können zu gross werden, Abstände stimmen nicht mehr, Animationen überlagern Inhalte und komplexe 3D-Erlebnisse können auf mobilen Geräten deutlich mehr Leistung benötigen. Professionelles Responsive Design bedeutet deshalb nicht, eine Desktop-Website einfach kleiner zu machen. Die Nutzererfahrung muss für unterschiedliche Bildschirmgrössen gezielt entwickelt und getestet werden. Gerade bei komplexen Animationen und 3D-Websites spielt zusätzlich die Performance eine wichtige Rolle.

Wird KI Webdesigner ersetzen?

Diese Frage wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich immer häufiger gestellt werden. Die technische Erstellung einer Website wird zweifellos einfacher. Aufgaben, für die früher mehrere Stunden oder Tage notwendig waren, können teilweise bereits heute innerhalb weniger Minuten erledigt werden. Dadurch wird sich auch die Arbeit von Webdesignern verändern. Die reine Fähigkeit, eine Website technisch aufzubauen, könnte langfristig weniger wertvoll werden. Andere Fähigkeiten könnten gleichzeitig deutlich wichtiger werden:

Strategie. Kreativität. Markenverständnis. Storytelling. Nutzererlebnis. Creative Direction.

Der Webdesigner der Zukunft könnte deshalb weniger ein klassischer „Website-Bauer“ und stärker ein digitaler Creative Director werden.

Wie könnte Webdesign in 10 Jahren aussehen?

Niemand kann genau vorhersagen, wie Websites im Jahr 2036 aussehen werden. Die aktuelle Entwicklung lässt jedoch vermuten, dass die technische Erstellung immer schneller und stärker automatisiert werden könnte. Vielleicht beschreibt ein Unternehmen in Zukunft nur noch seine Marke, seine Ziele und seine Zielgruppe – und eine KI entwickelt innerhalb weniger Minuten mehrere vollständige Website-Konzepte. Layouts könnten automatisch erstellt werden. Code könnte automatisch generiert werden. Bilder, Videos und 3D-Assets könnten direkt für die Marke entstehen. Responsive Anpassungen könnten automatisch vorgenommen werden. Der Mensch würde dadurch nicht zwingend verschwinden. Seine Rolle könnte sich vielmehr verändern.

Von Webdesign zu Creative Direction

Wenn die technische Produktion zunehmend automatisiert wird, könnte eine andere Fähigkeit besonders wertvoll werden:

Entscheidungen treffen.

Welche Idee ist die richtige?

Welche Emotion soll die Website vermitteln?

Welche Animation unterstützt die Geschichte?

Was sollte bewusst weggelassen werden?

Wie unterscheidet sich die Marke von Hunderten Mitbewerbern?

Und welche digitale Erfahrung bleibt beim Besucher im Gedächtnis?

KI kann hunderte Möglichkeiten generieren.

Doch Quantität ersetzt nicht automatisch eine klare kreative Richtung.

Genau deshalb könnte Creative Direction zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Webdesigns werden.

Websites könnten jeden Besucher anders empfangen

Auch die Website selbst könnte sich in den kommenden zehn Jahren grundlegend verändern. Heute sehen die meisten Besucher einer Website weitgehend dieselben Inhalte. In Zukunft könnten Websites wesentlich dynamischer werden. Eine Website könnte beispielsweise erkennen, welche Informationen für einen bestimmten Besucher besonders relevant sind und ihre Inhalte entsprechend priorisieren. Texte, Angebote, Reihenfolgen oder Benutzeroberflächen könnten sich dynamischer an unterschiedliche Situationen anpassen. Damit würde aus der klassischen statischen Website zunehmend ein intelligentes digitales Erlebnis.

Je einfacher Websites werden, desto wichtiger wird Individualität

Diese Entwicklung führt zu einem interessanten Widerspruch. Wenn irgendwann praktisch jeder innerhalb weniger Minuten eine technisch hochwertige Website erstellen kann, verliert eine „schöne Website“ allein möglicherweise ihren Wettbewerbsvorteil. Modernes Design wird zum Standard. Schnelle Ladezeiten werden erwartet. Responsive Design wird selbstverständlich. KI-generierte Inhalte werden überall verfügbar sein.

Dadurch könnte etwas anderes wesentlich wertvoller werden:

Individualität.

Eine erkennbare Marke, eine eigene Geschichte, eine besondere Bildsprache und ein digitales Erlebnis, das nicht wie jede andere Website aussieht. Je einfacher die Technologie wird, desto wichtiger könnte deshalb die kreative Idee dahinter werden.

KI oder Webagentur ist die falsche Frage

Die Zukunft des Webdesigns wird wahrscheinlich nicht aus einem Wettbewerb zwischen KI und Webagenturen bestehen.

Die interessantere Frage lautet:

Was können Webdesigner und Agenturen mithilfe von KI entwickeln, was vorher zu teuer, zu langsam oder technisch kaum realisierbar war?

KI kann repetitive Arbeit reduzieren. Sie kann Entwicklung beschleunigen. Sie kann neue Ideen schneller visualisieren. Und sie kann Technologien wie komplexe Animationen oder interaktive Erlebnisse für wesentlich mehr Unternehmen zugänglich machen. Bei Kingofon sehen wir KI deshalb nicht als Ersatz für Webdesign. Wir sehen sie als Werkzeug innerhalb eines modernen Entwicklungsprozesses.

FAQs

Kann KI wirklich eine Website in einer Stunde erstellen?

Bei einfachen Websites, Landingpages oder Prototypen können KI-Tools bereits heute innerhalb sehr kurzer Zeit funktionsfähige Ergebnisse erzeugen. Je individueller Design, Funktionen, Sicherheit und technische Anforderungen werden, desto mehr zusätzliche Entwicklung und Prüfung ist notwendig.

Kann KI auch eine 3D-Website erstellen?

KI kann bei der Entwicklung von 3D-Websites stark unterstützen, beispielsweise bei WebGL, Three.js, Shadern, Animationen und Code. Für hochwertige 3D-Erlebnisse bleiben jedoch Design, Creative Direction, Performance-Optimierung und Testing wichtige Bestandteile.

Sind KI-Websites leichter zu hacken?

Nicht grundsätzlich. Das Sicherheitsrisiko hängt von der technischen Umsetzung ab. Problematisch kann es werden, wenn KI-generierter Code ungeprüft veröffentlicht oder sensible Systeme falsch konfiguriert werden. Professionelle Prüfung, Updates und sichere Entwicklungspraktiken bleiben deshalb wichtig.

Warum brauche ich Website-Support?

Weil eine Website nach dem Launch nicht stehen bleibt. Inhalte verändern sich, neue Funktionen werden benötigt, technische Systeme entwickeln sich weiter und Fehler können auftreten. Ein Support-Angebot stellt sicher, dass für diese Aufgaben ein Ansprechpartner vorhanden ist.

Kann eine KI-Website ein CMS haben?

Ja. Eine KI-gestützt entwickelte Website kann mit einem CMS verbunden oder direkt dafür entwickelt werden. Entscheidend ist, dass die spätere Verwaltung der Inhalte bereits bei der technischen Planung berücksichtigt wird.

Werden Webdesigner durch KI verschwinden?

Wahrscheinlicher ist, dass sich ihre Rolle verändert. Technische und repetitive Aufgaben können stärker automatisiert werden. Strategie, Kreativität, Markenverständnis, Nutzererlebnis und Creative Direction könnten dadurch noch wichtiger werden.

Wie sieht Webdesign in 10 Jahren aus?

Das lässt sich heute nicht sicher vorhersagen. KI, Automatisierung, Personalisierung und interaktive digitale Erlebnisse dürften jedoch eine grössere Rolle spielen. Die reine technische Erstellung einer Website könnte wesentlich schneller werden, während sich der menschliche Fokus stärker auf Strategie, Marke und kreative Entscheidungen verschiebt.

Abschliessende Gedanken

Eine Website innerhalb einer Stunde mit KI zu erstellen, ist keine Science-Fiction mehr. Und das ist erst der Anfang. KI wird die Art, wie Websites geplant, gestaltet und entwickelt werden, in den kommenden Jahren wahrscheinlich grundlegend verändern. Selbst komplexe Technologien wie 3D, WebGL und interaktive Animationen werden dadurch zunehmend effizienter und für mehr Unternehmen zugänglich. Doch eine schnell generierte Website beantwortet nicht automatisch alle Fragen.

Wie sicher ist sie? Wie wird sie gepflegt? Gibt es ein CMS? Funktioniert sie auf allen Geräten? Wer kümmert sich nach dem Launch darum? Und vermittelt sie tatsächlich die richtige Marke?

Genau deshalb dürfte Webdesign nicht einfach verschwinden. Es dürfte sich verändern. Die technische Umsetzung wird schneller. KI übernimmt mehr repetitive Arbeit. Gleichzeitig gewinnen Strategie, Individualität, Creative Direction und Markenverständnis an Bedeutung. Der Webdesigner der Zukunft wird möglicherweise weniger Zeit damit verbringen, jeden einzelnen Pixel oder jede Codezeile manuell zu erstellen. Stattdessen wird seine Aufgabe stärker darin liegen, Technologie richtig einzusetzen und daraus etwas zu entwickeln, das Menschen tatsächlich erreicht.

Die Zukunft von Webdesign ist deshalb wahrscheinlich nicht Mensch gegen KI.Sondern Mensch mit KI.